Das könnte eine durchaus interessante Veranstaltung werden: Eine Schulklasse des Ferdinand-Porsche-Gymnasiums Zuffenhausen hat über längere Zeit die Geschichte der RAF bzw. die Auswirkungen des deutschen Herbstes in Stammheim recherchiert.
Zu einem Abend, der ganz im Zeichen der RAF steht, laden die Schüler der Klasse 10c des Ferdinand-Porsche-Gymnasiums ein. Ein ganzes Jahr lang haben sich die Jugendlichen in ihrem Heimatort Stammheim auf Spurensuche begeben, Zeitzeugen getroffen und nach Antworten auf die Frage gesucht, wie Stammheim heute mit diesem Teil seiner Geschichte umgeht. Dabei haben sie Möglichkeiten und Grenzen eines demokratischen Staates ebenso hinterfragt wie die Legitimität einer gewaltsamen Veränderung politischer und gesellschaftlicher Missstände.
Ich war auch mal Schüler am FPGZ, ist allerdings schon ein paar Jahre her. Zu meiner Zeit war das noch kein Thema, das in der Schule besprochen wurde. Um so interessanter dürfte es sein, wie die heutige Jugend, die ja den Ablauf der damaligen Prozesse gar nicht selbst erleben konnte, das ganze rückblickend sieht bzw. welche Schlüsse aus den Berichten der Zeitzeugen gezogen werden. Vielleicht interpretiere ich da ja auch zuviel hinein, aber interessant wird das bestimmt. Die Frage, wie Stammheim heute mit seiner Geschichte umgeht, hatten wir ja erst vor ein paar Wochen bei einem Film des SWR.
Am 22. Juli präsentieren die Schüler ihre Ergebnisse im Luise-Schleppe-Haus in Stammheim. Um 19 Uhr startet die Veranstaltung mit einer kleinen Ausstellung, danach ist eine kurze Filmvorführung mit anschließender Diskussionsrunde geplant. Für einen kleinen Imbiss und Getränke ist gesorgt, der Eintritt ist frei.
Quelle und komplette Pressemitteilung: Ferdinand-Porsche-Gymnasium Zuffenhausen
Nachtrag 25.07.10:
Bericht der Stuttgarter Nachrichten über die Veranstaltung: Auf Spurensuche