Archiv für März 2010

Geh weg (oder auch Gehweg)

Montag, 29. März 2010

Geh weg – ich brauch Dich nicht.

Jedenfalls wäre es schön, wenn Du etwas auf Deine Figur achten würdest.
Sollte in der heutigen Zeit doch nicht so schwer sein – oder?

Du könntest Dich z.B. bei den Geh-We(i)g(ht)-Watchern einschreiben. Dort gibt es für kleines Geld große Tipps, wie man schlank und trotzdem akzeptabel und wohlgefällig daherkommen kann.

Doch im ernst: Wer braucht diese überdimensionierten Gehwege? Rechnet man in Stammheim mit Großeinkaufs-Aufläufen oder werden Kindergartenausflüge im 8-er-Reihen erwartet?
Dann ok.

Wie es jedoch aussieht, werden die zum Brachliegen verurteilten Gehwegflächen vermutlich alsbald aus ihrem tristen Dasein herausgeholt. Und zwar von den Autofahrern. Diese werden dann vermutlich seitens der Obrigkeit mit kleinen Zetteln freundlich zu einer Obolus-Abgabe für den Unterhalt der brachliegenden Gehwegflächen gebeten.
Und so schließt sich der Kreis.

Ach ja – noch gibt es Hoffnung: Das Bistro “Dialog” ist derzeit nur noch auf Um-Gehwegen erreichbar.


Die Phantombaustelle

Montag, 29. März 2010

Seit 2007 leben wir hier in Stammheim mit der Baustelle wegen des Stadtbahnausbaus, inzwischen haben sich wohl alle damit abgefunden. Zumindest fast, denn was bleibt auch anderes übrig.
Zufällig bin ich heute darüber gestolpert, dass es auf den den Seiten der Landeshauptstadt Stuttgart einen Baustellenkalender gibt. Seltsamerweise wird hier zwar die U15-Baustelle in Zuffenhausen aufgeführt, aber von Stammheim ist nichts zu lesen.

Haben nun entweder die Herren im Stuttgarter Rathaus noch nichts von der Eingemeindung Stammheims nach Stuttgart (das war immerhin schon 1942) gehört oder sind die zuständigen Administratoren der Seite seit 2007 in Urlaub? Oder doch ein Fehler in der Matrix? Da müßte aber dann doch eine schwarze Katze auftauchen.
Btw.: I took the red pill. ;)

Nachtrag, 03.04.2010:

Zwischenzeitlich wurde die U15-Baustelle in Stammheim in den Plan aufgenommen. Ob das nun aufgrund meiner E-Mail veranlaßt wurde, kann ich nicht beurteilen, halte es aber aufgrund des zeitlichen Zusammenhangs für wahrscheinlich.

Nansenweg und Korntaler Straße

Samstag, 27. März 2010

Diese beiden Straßen bzw. deren Kreuzungen der Freihofstraße sind seit Monaten ein Ärgernis im Stammheimer Straßenverkehr, weil sie völlig unnötig für den Verkehr gesperrt sind bzw. die Sperrungen mit etwas gutem Willen schon vor einiger Zeit aufgehoben hätten worden können.

Die Einmündung des Nansenwegs in die Freihofstraße wurde schon vor Wochen, wenn nicht Monaten für den Verkehr freigegeben, jedoch nur aus Richtung der Freihofstraße. Die Ausfahrt aus dem Nansenweg ist nach wie vor gesperrt, weil hier bereits seit Monaten Baumaterial lagert, und zwar völlig unangetastet. Ebenso wie das dortige Dixi-Klo ließe sich das ohne großen organisatorischen Aufwand an anderer Stelle im Verlauf der Freihofstraße unterbringen. Das würde allerdings seitens der Bauleitung voraussetzen, dass man dort im Sinne der Bürger mitdenkt.

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Reporter vor Ort – oder auch nicht

Donnerstag, 25. März 2010

Das Stuttgarter Wochenblatt schätze ich als lokale Informationsquelle durchaus, zudem wird es ja bekanntlich kostenlos verteilt und finanziert sich durch Werbung. Dagegen ist rein gar nichts einzuwenden.
Neben der eigentlichen Redaktion gibt es beim Stuttgarter Wochenblatt auch noch sogenannte “Reporter vor Ort”, die in den jeweiligen Stadtteilen verdrahtet und vernetzt sind, jedenfalls sollten sie das meiner Meinung nach sein, um der Aufgabe bestmöglichst nachkommen zu können. Dass Stammheim hier keinen eigenen “Reporter vor Ort” abbekommen hat, sondern zusammen mit Neuwirtshaus vom zuständigen Lokalreporter aus Zuffenhausen verarztet wird,  ist auch durchaus zu verschmerzen.
Interessanterweise wohnt der für Zuffenhausen zuständige “Reporter vor Ort” (oder in diesem Fall “Reporterin vor Ort”) nicht in Zuffenhausen, sondern in Esslingen und arbeitet zudem noch die Bezirke Mitte-Süd und West-Nord ab.
Vielleicht kann das einer der Gründe sein, warum ich die nördlichen Bezirke Stuttgarts bei meiner Lektüre im Stuttgarter Wochenblatt etwas unterrepräsentiert empfinde?

The best is yet to come

Mittwoch, 24. März 2010

Zugegegeben, dieser Beitrag hat sowas von rein gar nichts mit Stammheim zu tun, aber diese Freiheit gönne ich mir. Ausnahmsweise, kommt auch so schnell nicht wieder vor, es sei mir bitte verziehen. Auch wenn ich mir die Freiheit vorbehalte, hier ab und an eine persönliche Note einzubringen.

The best is yet to come – das Beste kommt erst noch. So lautet der letzte Song auf dem letzten Studioalbum der Scorpions, das diese Woche veröffentlicht wurde.
Die Scorpions.
Die Band, die ich seit meiner Jugend vergöttere.
Die Band, die mit ihrem letzten Album den Abschied vom Musikgeschäft verkündet hat und nun nahezu zwei Jahre auf Abschiedstournee rund um die Welt geht.
Die Band, deren stylischen Schriftzug ich als 12-jähriger, völlig planloser Knirps mit Edding auf meinen Handrücken gemalt hatte und dafür mit Sicherheit von dem einen oder anderen Mitschüler ausgelacht wurde.
Die Band, von der mir damals vor inzwischen gut 20 Jahren eine sehr gute Freundin namens Ines (vielleicht liest sie das hier ja irgendwann einmal) durch gute Kontakte ein limitiertes Crew/Staff-T-Shirt geschenkt hatte und ich stolz wie Bolle war, das beim Konzert in der Schleyer-Halle zu tragen. Das Shirt ging leider mal verloren, aber dankbar bin ich dafür heute noch.
Die Band, die seit nunmehr über 40 Jahren Musikgeschichte schreibt und nicht nur einen Klassiker rausgehauen hat. Dabei denke ich weniger an die leider zu oft zu jeder Gelegenheit herangezerrte und überstrapazierte Ballade Wind of Change, sondern vielmehr an Rock-Klassiker wie Rock you like a Hurricane, No one like you oder Big City Nights. Letzteres ist für mich eine Art Zeitmaschine: Wenn ich die beste CD aller Zeiten, das Live-Album World Wide Live, in den Player werfe, Big City Nights anspiele und dann dem Live-Gesang der Massen lausche, während Klaus Meine die Fans anheizt und (damals noch) Hermann Rarebell das Schlagzeug zu Brei haut, bin ich auch nach so vielen Jahren immer wieder zurückversetzt in die Schleyerhalle und bekomme eine Gänsehaut.

Und ähnlich geht es mir fast auch mit dem neuen und letzten Album Sting in the Tail. Es ist kein Plagiat der eigenen, früheren Songs. Aber es erinnert sehr stark an die Scorpions der 80er Jahre, es erinnert an Love at first Sting, das bis heute beste Album der Scorpions, nachdem sie leider in den 90ern deutlich nachgelassen hatten. Die Scorpions sind mit ihrem letzten Album im neuen Jahrtausend angekommen und bringen den guten alten Sound der 80er wieder mit – und das ist gut so. Schon der Opener Raised on Rock erinnert sofort an Rock you like a Hurricane, ist aber dennoch ein eigenständiger Song, bei dem man richtig mitgehen kann. Die Hammer-Ballade Lorelei ist ein Ohrwurm, wie es ihn lange nicht mehr gab. Der nächste Balladen-Kracher ist Sly, das anfangs sofort an Holiday erinnert. Ich bin kein Musiker und habe von Noten soviel Ahnung wie eine Milchkuh vom Apnoe-Tauchen, aber da dürften einige Ähnlichkeiten vorliegen. Aber egal, Sly kommt verdammt gut rüber und ist neben Lorelei einer meiner Favoriten für eine Single-Auskopplung, weil Balladen erfahrungsgemäß als Single besser einschlagen als Rock-Knaller, von denen es auf dieser Scheibe auch mehr als genug gibt.

Und dann wie schon gesagt als letzter Song The best is yet to come. Der Titel wurde wohl nicht unbewußt ans Ende des Albums gesetzt, und er geht tief. Hört man sich das an und denkt gleichzeitig nach, welche Erfolge die Scorpions in den vergangenen Jahrzehnten eingefahren haben und – was viel wichtiger ist – welche persönlichen und teilweise auch intimen Erlebnisse man mit der Musik der Scorpions verbindet, kommt einem schon mal das eine oder andere Tränchen. Hier geht eine Ära zu Ende.

The best is yet to come? Nein, ich denke nicht. In dieser Beziehung haben wir das Beste wohl schon erlebt. Außer man sieht vielleicht das Konzert am 14.05. in der Schleyerhalle entsprechend. Aber danach gilt für mich ganz sicher nicht mehr The best is yet to come, sondern vielmehr Still Loving You! Danke Scorpions, für so viele Jahre und so tolle Musik!
Einfach nur Danke!

Flauschcontent *

Mittwoch, 24. März 2010

400 Schafe und ein Esel, ein seltener Anblick in Stammheim.


Anderswo nennt man das Parlament.



* Die Wortschöpfung ist (als kleine Hommage) ausgeborgt von Stefan Niggemeier.

Haltestelle Korntaler Straße

Dienstag, 23. März 2010

Seit die Temperaturen nun wieder sehr deutlich und dauerhaft im Plus-Bereich liegen, bewegt sich auch zunehmend mehr auf der Großbaustelle Stammheim, da kann man eigentlich nicht meckern. Unter anderem war die geplante Haltestelle Korntaler Straße dran, auf der sich einiges getan hat.

Und sollte sich heute gestern Mittag jemand gefragt haben, welcher Idiot Fotos schießt von solch trivialen Dingen wie einem Kran, der Metallteile auf eine Baustelle befördert, wo sie anschließend just in time verarbeitet werden, dem kann ich diese Frage gerne beantworten:
Der Idiot war ich, denn ich fand den Kran mit geschätzten 25 – 30 Metern Höhe in der Freihofstraße durchaus beeindruckend. Und die DigiCam, die zwar so getan hat, als hätte sie die Bilder gespeichert, hinterher aber nichts mehr davon wusste, war auch meine. ;)

Insofern bleibt mir leider nur noch, das Ergebnis der Arbeiten an der Haltestelle zu veröffentlichen, hier spielte die DigiCam wieder mit. Der bereits erwähnte Kran hatte da aber schon wieder die Flucht ergriffen, er ist wohl etwas kamerascheu.


Festtagsbeleuchtung

Montag, 22. März 2010

Münchinger Straße, 15:30 Uhr, strahlender Sonnenschein, Festtagsbeleuchtung.

Aber wir haben ja die Kohle für sowas. ;)
Haushaltsetat der Stadt Stuttgart 2010 / 2011.

Bürgerverein Stammheim lädt ein zur Mitgliederversammlung am Freitag, 26.03.10

Montag, 22. März 2010

Beinahe hätte ich die Einladung verpasst, sowas wird ja auch immer nur etwas verschämt erwähnt. Sonst könnte vielleicht ja auch jemand kommen, der den hohen Damen und Herren widersprechen würde. ;)
Mal schauen, ob ich den Termin auf die Reihe bekomme. :D
Könnte vielleicht interessant werden – und ich bin mir jetzt schon sicher, dass mindestens ein Eintrag in diesem Blog daraus hervorgehen wird, auch wenn ich den Termin nicht schaffen sollte.

Gleichzeitig habe ich noch den neuen “Bürgerbrief März 2010″ entdeckt, den ich niemanden vorenthalten möchte. Mal schauen, was sich daraus noch entnehmen lässt.

Links zum Thema:
Bürgerbrief März 2010 (PDF-Datei)
Bürgerverein Stammheim – Einladung zur Mitgliederversammlung
Ich habe keine Ahnung, wie lange die Infos unter dieser URL zu finden sind, denn der Bürgerverein Stammheim ist insoweit völlig unberechenbar, dass unter der URL news.html bis heute zur Grill-Hocketse am 30.07.09 eingeladen wird.
Aber notfalls habe ich noch ganz unspektakulär einen Screenshot am Start.

Achtung Ampel

Montag, 22. März 2010

Fährt man mit dem Auto von Stammheim in Richtung Zuffenhausen, kommt man unweigerlich an der Kreuzung Freihofstraße / Marco-Polo-Weg vorbei. Hier wurde vor einigen Tagen ein Verkehrsschild nach dem Motto “Hirnbefreit und trotzdem glücklich” aufgestellt.
Es ist ja durchaus anerkennenswert, wenn man auf die zwei bis drei Radfahrer aufmerksam macht, die hier wohl pro Tag die Straße überqueren. Möglicherweise wären aber wohl alle ein wenig sicherer im Straßenverkehr unterwegs, also Radfahrer, Autofahrer und Fußgänger, wenn man trotz des Verkehrsschildes als Autofahrer die hinter dem Schild stehende Ampel noch sehen könnte.

So stellt es sich momentan aus Sicht eines Autofahrers dar:

Achtung Ampel